Das 200 Mitarbeiter starke Familienunternehmen PAV CARD GmbH aus Lütjensee (Kreis Stormarn) erhält den diesjährigen Schmidt-Römhild-Technologiepreis, der seit genau 20 Jahren an innovative Unternehmen aus Schleswig-Holstein verliehen wird. Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Dietrich Austermann überreichte die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung heute (1. November) in Lübeck an die beiden Geschäftsführerinnen Isabel Höftmann-Toebe und Dr. Ingrid Toebe-Albrecht. Das Unternehmen erhält den Preis für die Entwicklung des so genannten biometrischen Personalausweises. Den zweiten Platz belegte die Firma Tilco Biochemie GmbH (Reinfeld) für die Entwicklung eines natürlichen Pflanzenstärkungsmittels, auf Platz drei landete die GALAB Laboratories GmbH (Geesthacht) für die Entwicklung eines Verfahrens zur Bestimmung von Planzenschutzmittel-Rückständen.
Austermann gratulierte allen drei Unternehmen zu ihren Spitzenleistungen und erinnerte daran, dass der Schmidt-Römhild-Preis längst zu einem Qualitätssiegel geworden sei: Mit dieser Auszeichnung werden nicht nur herausragende Leistungen belohnt, sondern wir unterstützen damit zugleich die Unternehmen bei der Markteinführung ihres innovativen Produkts oder Verfahrens. Viele Preisträger, auch die zweit und drittplazierten, der Vorjahre seien nach wie vor sehr erfolgreich am Markt und der Technologiepreis sei für sie ein wichtiger Meilenstein in der Unternehmensentwicklung gewesen.
Ausgezeichnet werden mit dem von Deutschlands ältestem Verlags- und Druckhaus Schmidt-Römhild gestifteten Preis seit genau 20 Jahren innovative Entwicklungen schleswig-holsteinischer Unternehmen.
Informationen zu den Preisträgern:
1. PAV-Card GmbH, Lütjensee: Transponderinlay für Sicherheitsdokumente
Auf die Richtlinie der UN-Mitgliedsstaaten zur Einführung von elektronisch auswertbaren biometrischen Merkmalen in Reisedokumenten 2003 hat PVA CARD schnell reagiert. Sehr früh konnte das Unternehmen eine besondere Verfahrenstechnik und eine Materialkombination für ein so genanntes Transponder-Inlay für Sicherheitsdokumente entwickeln, das speziell für die Herstellung von Passdokumenten optimiert wurde. Die besonders leichte Weiterverarbeitung und Belastbarkeit des elektronischen Datenträgers (in Spezialpapier eingebetteter RFID-Chip und Transponder) hat dazu beigetragen, dass die weltweite technische Akzeptanz des biometrischen Passes schnell und umfassend vorangetrieben wurde. Dadurch wurde dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der internationalen Staatengemeinschaft entsprochen. Bisher wurden mehrere Millionen PAV-CARD-Inlays für Frankreich, Finnland, Hongkong, Irland, Italien, die Niederlande, Portugal, die Slowakei und Russland produziert und ausgeliefert.
PAV CARD hat eine lange und erfolgreiche Tradition im Bereich des Formulardrucks und bei der Fertigung von Transpondern, wie sie in Smart Cards und Smart labels verwendet werden. PAV CARD wurde 1991 aus dem Paul Albrechts Verlag heraus gegründet und beschäftigt zurzeit etwa 200 Mitarbeiter bei einem jährlichen Umsatz von 26 Millionen Euro. Durch die stetige Forschung und Entwicklung wurde Hochtechnologie am Standort Lütjensee konzentriert.









